
Wie
gesagt, die Wacheinteilung war für mich nicht schlecht. Das frühe
Aufstehen hat sich einfach gelohnt. Wir segeln direkt in den Sonnenaufgang,
achteraus regnet es und wir bekommen dort gleichzeitig einen Regenbogen
zu sehen. Im Logbuch steht nachher was von Reizüberflutung. Aber das
sind wirklich die Augenblicke, wo es einem heiß und kalt den Rücken
runterläuft. Damit wir dann letztendlich nicht übermütig
werden, bleibt es natürlich nicht so. Wir bekommen Windstärke
5 und Wellen von 1,5 m. Eigentlich nicht weiter schlimm. Für mich
bedeutet das an diesem Tag aber, das ich den Tag lieber an Deck verbringe.
Das Frühstück kann ich noch vorbereiten, schließlich habe
ich an diesem Tag Küchendienst. Selber frühstücken kann
ich es aber nicht mehr unter Deck. Es steht mir "Oberkante Unterlippe",
was sich an der frischen Luft aber wieder gibt.
Abends um 20.30 h machen wir in Rønne
fest. Es ist zwar nicht kalt, aber weil es so schön gemütlich
ist machen wir den Holzofen an. Dafür haben wir am nächsten Tag
dann den Ruß auf Deck. Besuch bekommen wir an diesem Abend auch noch
an Bord. Das Gespräch mit dem Litauer gestaltete sich aber doch ziemlich
schwierig. Denn nach seiner Frage: "Do you speak english?", mussten wir
feststellen, dass er es selber nicht konnte. Ein Abgesandter von uns geht
dann noch mit an Bord des Litauers, von seinen 2 Mitseglern sind beide
Lehrer und einer von Ihnen kann auch Englisch.